Philosophie


Der Förderverein orientiert sich an den Grundsätzen des Vereins Kinderhaus Elsäßer Platz, der für die pädagogische Arbeit in den Kinderhäusern verantwortlich ist. Die Kinderhäuser Elsäßer Platz und Freudenberg wurden 2005 als erste Kinderhäuser Deutschlands mit dem Qualitätsgütesiegel der Deutsch-Österreichischen Montessori-Gesellschaft ausgezeichnet.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, einen finanziellen Beitrag zu leisten, diesen hohen Qualitätsstandard zu halten.

Gemeinsam mit dem Vorstand des Kinderhaus Elsäßer Platz e.V. und dem Pentalog, der Gruppe der Einrichtungsleiterinnen, werden zu fördernde Projekte ausgesucht, die dem pädagogischen Konzept entsprechen.

Nach Maria Montessori kommt der räumlichen Umgebung und dem Material in der Entwicklung unserer Kinder eine enorme Bedeutung zu. Die Anschaffung von Sinnesmaterial, die Möglichkeit zu Sinneserfahrung und Bewegung in Projekten, sowie die Bereitstellung von vorbereiteter Umgebung sind das Ziel des Fördervereins.

Das Menschenbild von Maria Montessori ist ein sehr positives. Ihm zufolge entwickelt sich jedes Kind zu einem guten Menschen, wenn man es nur lässt. Die Entwicklung des Kindes geschieht spontan, nach einem geheimnisvollen, inneren Bauplan. Wir Erwachsenen können diesen individuellen Plan unseres Kindes nur erahnen, nie aber ganz enträtseln, und wir können nicht in ihn eingreifen. Er entfaltet sich während der Kindheit und Jugend in vielen verschiedenen Entwicklungsschritten. Insgesamt erfolgen vor allem in den ersten Lebensjahren die Lernprozesse, auch die geistigen, sehr stark durch Bewegungen.

Der Erwachsene hat die Aufgabe für den Entwicklungsraum - eben die vorbereitete Umgebung - und eine überschaubare Ordnung in diesem Raum zu sorgen, sowie die Würde des Kindes zu achten. So sieht auch der Förderverein die Entwicklung des Kindes im Zentrum und teilt die Ansicht von Maria Montessori:

„Die ganze Entwicklungsarbeit, die das Kind leistet wird von Gesetzen bestimmt, die wir nicht kennen, und folgt dem Rhythmus einer Aktivität, die uns fremd ist. Wir versuchen nicht diese geheimnisvollen Kräfte zu ergründen, sondern wir achten sie als Geheimnis im Kind, das nur ihm allein gehört. Die Hilfe, die wir zu geben vermögen, liegt in der äußeren Welt. Dies erfordert vom Erwachsenen eine weise Zurückhaltung, denn eine Eigenart der Beziehung zwischen Kind und dem Erwachsenen - die ihm schrankenlose Macht gibt - liegt darin, dass das Kind immer in Beziehung zum Erwachsenen steht, aber niemals umgekehrt. Wir können unser Leben auch ohne das Kind führen, aber das Kind braucht den Erwachsenen zum Leben. Die Lösung dieser Beziehung ist notwendig für die Entwicklung des Menschen.“




Autor: Roberto Rossi |  aktualisiert am 12 Mar 2006, 11:10 Uhr